Urlaubsbeginn ist schon die Reiseroute von Luton Airport nach Berwick-upon-Tweed

Diese Route ist vielleicht nicht so ganz spektakulär, doch für den Einstieg war es schon ganz nett, weil sich auf über 500 km die Landschaft durchaus ändert. Durch das lange Fahren am Stück gleich am ersten Tag bekommt man ein Gefühl dafür, wie der Verkehr in Großbritanien, die Motorways – so heissen die Autobahnen -, die Abzweiger sowie Zubringer und Kreisel funktionieren. Überhaupt sind Kreisel sehr beliebt – wie in Frankreich.

Hügeliges Landschaftsbild

Auch die Städte machen von der Autobahn aus einen anderen optischen Eindruck. Es ist im Wesentlichen ein hügeligeres Bild als in weiten Teilen Deutschlands, daher haben auch die Städte eine andere Topografie und ständig erhascht man einen Blick auf eine im Hintergrund erhaben thronende Burg – mal Ruine mal gut erhalten. Autobahnabschnitte wie die von deutschen Autofahrern so bekannten „Kasseler Berge“ inklusive Staumeldung, gibt es hier oft. Man sieht viel mehr Landschaft, die Hügel sind selten durchgehend bewaldet. Das liegt auch an der Rinder- und Schafzucht, wie man überall sehen kann.

Ruinen und Schlößer auch von der Autobahn aus gesehen

Wie aus dem Reiseführer oder vom Hören-Sagen bekannt. Es sind tatsächlich überall Schlösser, Burgen, Abtei-Ruinen und verfallene, einsame, verwunschene Steinhäuser zu sehen. Die großen historischen Bauwerke und Monumente werden in England als ein wesentliches Gut betrachtet. Sowohl kulturell als auch touristisch-wirtschaftlich. Die Abfahrten zu den Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert, andere Abfahrten auf dem Lande nicht so gut. Häufig sind die Gebäude und Gebäudereste in der Ferne zu sehen. Wenn diese dann noch im Sonnenlicht schimmern, dann ist das ein grandioser Anblick.

Doch nun zur konkreten Route London – Berwick:

Von London Luton Airport auf die A1(M1) weiter nach Northampton, dann über Leicester nach Nottingham – irgendwo wurde hier natürlich auch ein Schild aufgestellt: „Robin Hood County“. Von dort führt die M1 weiter über Rotherham, später Leeds und an York vorbei nach Newcastle. Zwischen York und Newcastle liegt nur noch Middlesbrough an der Ostküste – im Westen ist nichts – das heißt die Strecke von über 90 Meilen (M1) wird deutlich leerer.

Die weiter östlich parallel verlaufende A19 wäre kürzer aber eben auch keine Autobahn. Nun kommt das letzte Stück von Newcastle nach Berwick-upon-Tweed immer weiter auf der 1 oder auch E15 genannt über 63 Meilen hinweg. Auf diesem Stück kommt man schon an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, die man an einem Tages- oder sogar Halbtages-Ausflug besuchen kann. Auf den letzten 20 Meilen hat man immer mal wieder Seeblick. Das versüßt die letzten paar Meilen, die normalerweise keinen Spaß mehr machen, eben weil es die letzten sind. Als kleiner Einschub hier: man kommt 30 Meilen nach Newcastle an Alnwick vorbei – dort steht das Schloss, das man aus Harry Potter kennt – Die Schlossanlage kann man nur empfehlen. Fantastisch.

Alternative zu der Route über die M1 von Berwick nach Luton Airport

Auf dem Rückweg haben wir versucht bis ganz runter die A1 zu fahren – damit ist die Fernverkehrsstraße und nicht die Autobahn gemeint. Wegen einer Baustellenumleitung funktionierte das aber nicht auf die Schnelle. Wer lieber diese Strecke fahren möchte, sollte sich also vorher informieren. Der Vorteile wäre, dass man nur östlich an den Ballungsgebieten vorbei fährt, zwischen Rotherham und London ist nicht mehr viel.

Dies sind nun also unsere Erfahrungen zur Fahrt vom Flughafen London Luton zum Ferienort Berwick-upon-Tweed. Wenn man eine Zwischenübernachtung einplant oder der Rückflug nicht fixiert ist, dann kann man sicherlich schöne Wege über Land fahren. Ein Flug nach Edinburgh wäre etwas teurer gewesen – aber dafür schon auch wesentlich bequemer.

Nun ja, das nächste Mal weiß man es besser oder man hat das Glück, zuvor einen Reisebericht wie diesen gelesen zu haben.

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