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Schottland Reiseberichte & Northumberland Reiseberichte

14 Tage mit Kindern durch Schottland und Northumberland reisen und Urlaub machen – einfach großartig

Schottland-Sehenswuerdigkeit-Moorfoothills-mit-Schafen-schottland-reisebericht

Bild: Unterwegs in den Moorfoot Hills, südlich von Edinburgh. Schafe spazieren gerne mal auf der Straße. Ein toller Teil des Schottland Reiseberichts

Berwick-upon-Tweed: Urlaubsort und Ausgangspunkt des Reiseberichts über Süd-Schottland und Northumberland

Berwick-upon-Tweed ist der ideale Ausgangspunkt, um den östlichen bis mittleren Teil Nordenglands – Northumberlands und Süd-Schottlands zu erkunden. Berwick ist eine schöne und historisch bedeutsame Stadt. Wir wohnten direkt mit Wohnzimmerblick aufs Meer im Ortsteil Spittal. Großartig mit und ohne Kinder.

Doch der Reihe nach. Wir rekonstruieren unsere Schottland-Northumberlandreise in diesem Bericht. Die Anreise und Rückreise hätte man sicher weniger aufreibend machen können, alles andere empfanden wir als ideal.

Berwick Urlaubsort Ausgangsort

Berwick-upon-tweed ist eine sehr schöne Stadt. Gleich gegenüber über die Tweedmündung rüber liegt Spittal mit seiner Uferpromenade

Schloss - Alnwick Castle

Alnwick ist ein nettes Städtchen, das Schloss ist aber noch viel prächtiger

Sehr nettes Städtchen Melrose

In Melrose kann man gut zur Teatime gehen. Lohnt sich.

Peebles - gute Sakkos zu kaufen

Ein absolut sehenswertes Örtchen mit Hügel und Bergen in Sichtweite

Highland Games

Die Highland Games in Bridge of Allan. Outdoorklamotten mitnehmen und das Auto anschliessen waschen lassen.

Faszinierendes Edinburgh

Im Edinburgh Castle sind die schottischen Kronjuwelen zu bestaunen.

Farne Islands - Vogelinseln

Bei Seahouses das Boot nehmen und Tierdoku in Live ansehen.

Moorfoot Hills

In den Moorfoot Hills bekommt Ausblicke, die man nicht wieder vergisst. Achtung Schafe auf der Straße.

Berwick upon tweed alter Hafen an der Brücke

Bild: Berwick upon tweed, direkt an der Brücke über den Tweed. 

Einige der Bilder gibt es auch in groß in der Bildgalerie auf unserer Seite hier: Bildgalerie, allgemeine Infos & besondere Links zu Sehenswürdigkeiten in Northumberland

Spittal - Berwick upon tweed - Northumberland - Meerblick und Promendade

Bild: Spittal – Berwick-upon-Tweed – Northumberland – Meerblick aus dem Wohnzimmerfenster und auf die Promenade. Offenbar haben wir hier die richtige Ferienwohnung gemietet.

Berwick-upon-Tweed gehört heute zu Northumberland – England. Berwick ist die einzige Stadt nördlich des Tweed, die nicht zu Schottland gehört.

Wie oft wechselte Berwick die Seiten im Laufe seiner Geschichte?

Berwick wechselte 14 Mal seine Nationalität zwischen 1174 und 1482

Königin Elisabeth I. lies den heute noch gut erhaltenen riesigen Befestigungswall für 128.000£ modernisieren. Soviel wurde während Elisabeths Regentschaft für alle anderen Wehranlagen zusammen ausgegeben. 1558 Begann die 11 jährige Bauzeit. Es erfolgte nie ein Angriff. 1603 erste Schritte zur Union. 1707 passierte der „Union with England Act“ das schottische Parlament.

Inhaltsverzeichnis

Spannende Anreise zum Urlaubsort und Autofahren im Linksverkehr

Flug Berlin Schönefeld – London Luton – perfekt

Tag 1 Freitag: Wir haben uns in Berlin Schönefeld (SXF) in den Flieger gesetzt und kamen pünktlich in London Luton (LTN) an. Mit Easyjet klappte alles reibungslos. Wir haben uns  einen Mietwagen bei Europcar gebucht. Nun ja, da war man doch etwas erstaunt, daß man am Flughafen London Luton erst in einen Bus steigen mußte, um das Auto auf einem 10 Busminuten entfernten Parkplatz abholen zu können. Bei Regen, Gepäck für 2 Wochen und zwei Kindern im Schlepptau ist dieses Unterfangen nur mäßig amüsant. Als wir dort ankamen stand der Wagen bereit. Alles Bestens. Endlich saßen wir im Auto.

Die Fahrt von London Luton nach Berwick-upon-Tweed (Northumberland) – langsam

Vorab: Diverse Routenplaner gaben etwas um die 5 Stunden als Fahrzeit an. Das können wir weder für die Hinfahrt noch für die Rückfahrt bestätigen. Die Hinstrecke war am Freitag Nachmittag voll und eine Baustelle reihte sich an die andere. Erst ab Newcastle waren die Straßen fast leer, es war aber auch schon spät. Die meiste Zeit durfte man auf der Autobahn (motorway M1) nur 40 oder 50 mph (miles per hour)  (80,47 kmh) fahren, nur ganz selten konnte die Höchstgeschwindigkeit von 70 mph (112,65 kmh) ausgefahren werden. Aber auch die lockeren 40 mph wurden gerne durch einige stop-and-go miles immer wieder abgelöst. Bei Starkregen ein Heidenspaß.

Die Strecke zog sich demzufolge. Von 12 Uhr morgens bis 22Uhr abends mit nur sehr wenigen kurzen Pausen – nun ja, es gibt schöneres auf der Welt. Auf der Rückfahrt waren es immerhin noch 7 ½ Stunden, obwohl wir morgens um 3 abgefahren sind. Baustellen und Umleitungen lassen grüßen. Einziger Pluspunkt gegenüber deutschen Autobahnen: das Fahren auf den Hauptstraßen ist ziemlich stressfrei, weil keiner, wirklich keiner rast, die Menschen halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auf den kleinen Sträßchen in den diversen Hills sieht die Welt schon wieder anders aus.

Als Fazit: Sich in London ein Auto zu mieten, um damit 318 Meilen (511 km) noch am selben Tag zum Ferienort zu fahren ist nur eine halb gute Lösung – wenn man auf der Rückreise zudem seinen Flug fest gebucht hat, dann wird diese Idee keinesfalls besser.

Spittal-Berwick-upon-tweed-northumberland-Reiseankunft

Bild: Leuchtturm vor Berwick, Standort des Fotografen: Nach langer Reise in Spittal angekommen.

Tipp zum Geld sparen für die schottischen Sehenswürdigkeiten

Wenn Sie vorhaben mehrere Schlösser, Burgen, Klöster und Abteien zu besichtigen, dann ist es meiner Ansicht nach dringend angeraten sich einen „EXPLORER PASS“ zu kaufen.

Da es dabei allerdings Landesweit 2 oder 3 Organisationen gibt, kann man auch Pech haben: So kann man mit dem Pass von „Historic Scotland Alba Aosmhor“ natürlich nicht Alnwick Castle in Northumberland anschauen.

Wenn Sie diesen Pass allerdings nur in Schottland nutzen, haben Sie immerhin 70 Ziele im gewählten Zeitabschnitt zur Verfügung. Das sollte eigentlich genügend. In der Regel genügen als Familie schon 2-3 bedeutende Ziele damit sich die Kosten für den Pass amortisieren. Der Familienpass kostet 80£ für 7 Besuchstage in einem 14 Tages-Zeitraum – gültig für 2 Erwachsene und 6 Kinder. Wir hatten nur 2 mit.

Weiter Infos dazu finden Sie im web: historic-scotland.gov.uk/explorer

Mit Kindern im Auto durch Schottland zu reisen und Tagestouren zur fahren, erfordert ein wenig Rücksichtnahme, geht aber gut.

Als Erwachsener wird man bei Tempo 60 über 300 km hinweg irgendwann stoisch und erträgt die  Fahrt einfach. Kinder sind nicht stoisch. Kinder brauchen Bewegung und Auslauf. Sie streiten sich auch gerne mal – ist ja auch klar. Da hilft am besten Ablenkung und immer freundlich bleiben. Je nachdem wie empfindlich der Magen der Kinder sind, Spuktüten bereitzuhalten, ist jedenfalls eine gute Idee. Trockene leckere schottische Kekse, auch als Shortbreads bekannt, die man unterwegs auf den Raststätten kaufen kann und Wasser – nicht Cola oder Fanta – sind gleichfalls gute Unterhaltungspunkte.

Ab einer bestimmten Menge an gefahrenen Kilometern freut sich auch der Fahrer über eine permanente Energiezufuhr mit Walkers Shortbreads oder Kartoffelchips, die es z.B. in kleinen Mark & Spencer Läden in den Tankstellen in allen möglichen und unmöglichen Geschmacksvariationen gibt. Überhaupt sind die Raststätten recht bunt und leuchtend mit der wohl obligatorischen Spielhalle und heißem Wasser zum Händewaschen. Die Toilettennutzung ist kostenlos – das nur am Rande.

Vielleicht bieten der Kindle oder das iPad auch einige Zeit lang eine Unterhaltung für die Kinder. Bei einer so langen Fahrt – ohne dass man zwischendurch ein Schloss anschaut, ist es ganz hilfreich auf die Kinder zuzugehen und auch mal eine kurze Pause einzulegen, damit sie rumflitzen können. Der Fahrer streckt und reckt sich, damit wieder alle Knochen an ihrem Platz sind.

Dann geht es weiter. Natürlich will man vorwärts kommen, aber ein bisschen Rücksichtnahme auf die Kinder hebt die Stimmung ungemein und irgendwann schlafen sie dann wieder mal für ein Stündchen ein. Auch wenn es mal nicht ganz so harmonisch läuft, da Kinder auch mal in einer Streitlaune sind, die mal kürzer aber auch länger anhalten kann, immer dran denken – irgendwann kommt man am Ziel an.

Wir sind auch später noch kräftig umhergefahren – die Kinder haben das prima gemacht. Weder sind sie dicker geworden noch haben sie viereckige Augen bekommen.

Strassenverkehr-Berwick-Linksverkehr-England-Kreisel

Bild: Berwick – Linksverkehr – Kreisel laufen links rum, wie man am Schild sieht – daher empfiehlt es sich zuerst nach Rechts zu schauen.

Kein England u. Schottland Reisebericht ohne ein paar Tipps zum Linksverkehr

Wo auch immer Linksverkehr herrscht – die Umstellung darauf vom Rechtsverkehr ist gut machbar. Aber nicht ganz so reibungslos wie man anfangs denkt. Dass sich der Lenker bei einem Mietwagen auf der rechten Seite befindet, das ist einleuchtend. Das Überholen ist in England aus der Warte gesehen also kein Problem. Merke: Alle Männer sind natürlich kleine Rennfahrer, aber auch die mussten das erste mal werden.

Die Gangschaltung ist mit der linken Hand zu bedienen

Auf die Idee zu kommen, dass  die Gangschaltung links ist, das ist nicht mehr ganz so zwingend. Das Prinzip, wie man schaltet, ist identisch. Aber mit der linken Hand den richtigen Gang ganz automatisch und zielsicher zur richtigen Drehzahl passend einzulegen, das ist nicht ganz so simpel. Als ewig verkannter Rennfahrer glaubt man es nicht: Man verschaltet sich doch tatsächlich bei allen möglichen Gelegenheiten. Bevor nun das Selbstwertgefühl ins Bodenlose fällt, gibt es zwei Lösungen. Tipp 1: langsam angehen lassen – das wird schon. – oder – Tipp 2: Gleich ein Auto mit Automatikgetriebe leihen. Der Linksverkehr schlägt sich eben auch im Cockpit-Design nieder. Da muss man durch.

Linksverkehr heißt rechts schauen.

Ein ebenfalls sehr ratsamer Hinweis ist es, nach links in den Kreisel einzufahren und nach rechts – nicht links – zu schauen, ob da etwa einer kommt. Überhaupt kommt „die Gefahr von rechts“.  Gerade für das sportliche Fahren kann ich nur empfehlen, erst einmal ein paar Tage das Autofahren etwas gemächlicher angehen zu lassen. Die Landschaft ist insbesondere in Northumberland und Südschottland so schön, dass das langsame Autofahren auch Spaß macht. Manche sagen auch: Der Weg ist das Ziel. Hier stimme ich diesem Spruch mal zu.

Der linke Seitenstreifen kommt manchmal etwas dicht

Es ist wohl so, dass man aus Gewohnheit zu weit links in der Spur fährt. Für den Beifahrer scheint das etwas unangenehm zu sein. Also immer mal wieder im linken Seitenspiegel einen Blick auf den Seitenstreifen werfen. Das nimmt beim Beifahrer ein wenig die Spannung raus. Davon profitiert auch letztlich der Fahrer.

Tanken auch an geschlossenen Tankstellen

Das kennt man ja aus dem Ausland. In England und Schottland kann man jedenfalls auch bei geschlossenen Tankstellen mit der Kreditkarte ganz bequem und zu jeder Tageszeit tanken. Es ist beruhigend, wenn man am nächsten Morgen eine große Rundtour fahren möchte und am Abend kurz vollgetankt hat.

Und schon wieder eine Empfehlung, dafür aber die letzte zum Thema: Nach Großvaters Regel zu handeln: Wenn die erste Hälfte des Tanks aufgebraucht ist, dann ohne Hast die nächste Tankstelle anfahren. Südschottland ist nicht so dicht besiedelt, auf den diversen Hills noch viel weniger. Man kann unter Umständen recht lang durch bergige Straßen und Sträßchen fahren bis eine Tankstelle auftaucht.

Den Tank bis auf die Reserve runterzufahren und dann erst eine Tankstelle zu suchen, wäre sicherlich das eine oder andere Mal in einer langen zusätzlichen Wanderung gemündet. Dem harmonischen Familienfrieden wäre dies vermutlich abträglich gewesen. Ich habe es nicht ausprobiert.

Die Reiseroute von Luton Airport nach Berwick-upon-Tweed

Diese Route ist vielleicht nicht so ganz spektakulär, doch für den Einstieg war es schon ganz nett, weil sich auf über 500 km die Landschaft durchaus ändert. Durch das lange Fahren am Stück gleich am ersten Tag bekommt man ein Gefühl dafür, wie der Verkehr in Großbritanien, die Motorways – so heissen die Autobahnen -, die Abzweiger sowie Zubringer und Kreisel funktionieren. Überhaupt sind Kreisel sehr beliebt – wie in Frankreich.

Auch die Städte machen von der Autobahn aus einen anderen optischen Eindruck. Es ist im Wesentlichen ein hügeligeres Bild als in weiten Teilen Deutschlands, daher haben auch die Städte eine andere Topografie und ständig erhascht man einen Blick auf eine im Hintergrund erhaben thronende Burg – mal Ruine mal gut erhalten. Autobahnabschnitte wie die von deutschen Autofahrern so bekannten „Kasseler Berge“ inklusive Staumeldung, gibt es hier oft. Man sieht viel mehr Landschaft, die Hügel sind selten durchgehend bewaldet. Das liegt auch an der Rinder- und Schafzucht, wie man überall sehen kann.

Wie aus dem Reiseführer oder vom Hören-Sagen bekannt. Es sind tatsächlich überall Schlösser, Burgen, Abtei-Ruinen und verfallene, einsame, verwunschene Steinhäuser zu sehen. Die großen historischen Bauwerke und Monumente werden in England als ein wesentliches Gut betrachtet. Sowohl kulturell als auch touristisch-wirtschaftlich. Die Abfahrten zu den Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert, andere Abfahrten auf dem Lande nicht so gut. Häufig sind die Gebäude und Gebäudereste in der Ferne zu sehen. Wenn diese dann noch im Sonnenlicht schimmern, dann ist das ein grandioser Anblick.

Doch nun zur konkreten Route London – Berwick:

Von London Luton Airport auf die A1(M1) weiter nach Northampton, dann über Leicester nach Nottingham – irgendwo wurde hier natürlich auch ein Schild aufgestellt: „Robin Hood County“. Von dort führt die M1 weiter über Rotherham, später Leeds und an York vorbei nach Newcastle. Zwischen York und Newcastle liegt nur noch Middlesbrough an der Ostküste – im Westen ist nichts – das heißt die Strecke von über 90 Meilen (M1) wird deutlich leerer. Die weiter östlich parallel verlaufende A19 wäre kürzer aber eben auch keine Autobahn. Nun kommt das letzte Stück von Newcastle nach Berwick-upon-Tweed immer weiter auf der 1 oder auch E15 genannt über 63 Meilen hinweg. Auf diesem Stück kommt man schon an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, die man an einem Tages- oder sogar Halbtages-Ausflug besuchen kann. Auf den letzten 20 Meilen hat man immer mal wieder Seeblick. Das versüßt die letzten paar Meilen, die normalerweise keinen Spaß mehr machen, eben weil es die letzten sind. Als kleiner Einschub hier: man kommt 30 Meilen nach Newcastle an Alnwick vorbei – dort steht das Schloss, das man aus Harry Potter kennt – Die Schlossanlage kann man nur empfehlen. Fantastisch.

Alternative zu der Route über die M1

Auf dem Rückweg haben wir versucht bis ganz runter die A1 zu fahren – damit ist die Fernverkehrsstraße und nicht die Autobahn gemeint. Wegen einer Baustellenumleitung funktionierte das aber nicht auf die Schnelle. Wer lieber diese Strecke fahren möchte, sollte sich also vorher informieren. Der Vorteile wäre, dass man nur östlich an den Ballungsgebieten vorbei fährt, zwischen Rotherham und London ist nicht mehr viel.

Dies sind nun also unsere Erfahrungen zur Fahrt vom Flughafen London Luton zum Ferienort Berwick-upon-Tweed. Wenn man eine Zwischenübernachtung einplant oder der Rückflug nicht fixiert ist, dann kann man sicherlich schöne Wege über Land fahren. Ein Flug nach Edinburgh wäre etwas teurer gewesen – aber dafür schon auch wesentlich bequemer.

Nun ja, das nächste Mal weiß man es besser oder man hat das Glück, zuvor einen Reisebericht wie diesen gelesen zu haben.

William Wallace: Zur Einstimmung auf den Schottland-Urlaub

Eine gute und unterhaltsame Einstimmung auf den Schottland-Urlaub sind die Bücher über William Wallace von E. G. Spitzer.

Es macht Spaß, wenn man in Berwick-upon-Tweed wohnt und dann erfährt, dass auch William Wallace diese Burg erobert hatte. Oder wenn man in den Moorfoot Hills unterwegs ist, dann hat man im Hinterkopf, dass sich William Wallace mit seinen Kumpanen zum Anfang seiner Rebellenkarriere etwas weiter nördlich in den Pentland Hills versteckt hielt.

Die Geschichte von Wallace wird in Romanform nacherzählt. Es sind keine Sachbücher, aber für den Schottland-Urlaub der richtige Lesestoff. Hier und da vielleicht ein wenig schlachtenverliebt, aber so ganz friedlich war das Mittelalter nun mal nicht.

Die 3 Titel heißen:

  • Der Freiheit allein
  • Guardian of Scotland
  • Der letzte Kampf

Die drei Bände sind als Taschenbücher und als Kindle E-books erhältlich

Sterling-Castle-Blick-auf-Berge-Wallace-Monument

 Bild: Schon mal ein kleiner Vorgeschmack: In der Burg Sterling Castle mit Blick auf die Berge und auf das Wallace Monument 

Überall in Schottland sieht man Skulpturen, Monumente und natürlich auch diverse Gebrauchsgegenstände mit dem Kopf von William Wallace.

Wer war William Wallace?

Warum ist W. Wallace in Schottland so berühmt?

Was hat der Film „Braveheart“ mit Wallace zu tun?

William Wallace wird als Freiheitskämpfer in Schottland verehrt. Geboren wurde Wallace um 1270 in Elderslie bei Paisley in Schottland und ist 1305 in London unfreiwillig gestorben.

William Wallace hat in Schottland einige wichtige Siege gegen die Engländer errungen beispielsweise in Sterling und er führte zeitweise den Titel des Guardian of Scotland

Der Film Braveheart wurde 1995 gedreht und verfilmte das Leben des William Wallace von Kindesbeinen bis zu seinem schaurigen Tode. Mel Gibson spielte die Hauptrolle. Etwas blutrünstig, teils pathetisch aber unterhaltsam.

Klima-Berwick upon tweed-Wassertemperatur-im-Vergleich-im-Jahresdurchschnitt

Grafik: Wie man sieht, ist das Klima in Berwick im Sommer frischer als in Warnemünde. Die Wassertemperatur ist im Sommer etwas kühler, daher für ostseegewöhnte Sommer-Urlauber etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür ist es aber im Winter deutlich wärmer. Das spiegelt sich auch alles in der Lufttemperatur wieder.

Einkaufen und Baden gehen in Berwick im Stadtteil Spittal

Tag 2 Samstag: im Meer baden gehen, Einkaufen fahren bei Marks & Spencer und im örtlichen kleinen Laden.

Die Northumberland-Küste an der Nordsee ist nun mal nicht die Ostsee. Das Wasser ist auch im Sommer etwas kühl, daher empfiehlt es sich, mit Shirt oder Pulli über der Badehose mit den Beinen ins Wasser zu gehen. Erst am Ende springt man noch mal ganz rein und dann ab ins Warme. Wenn die Sonne kräftig scheint, dann geht es auch ohne Shirt, doch das Wetter wechselt auch gerne mehrmals am Tag.

Reisebericht & Bilder von Alnwick Castle: Garten, Schloss und Baumhaus

Tag 3 Sonntag: Alnwick Castle ist eine beeindruckende Festung. Für Kinder gibt es ein riesiges Baumhaus mit Hängebrücken, die aus einem Robin Hood Film bekannt sind. Das Schloss Alnwick Castle diente als Filmkulisse für Harry Potter Filme und in den Innenräumen wurden Szenen aus Downton Abbey gedreht. Ohne dieses Schloss kann ein Reisebericht über Northumberland kaum auskommen. Die Gärten sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Es gibt darin einen extra abgesperrten Giftgarten. Pflanzen, die zur Gewinnung von Drogen geeignet sind, wurden zusätzlich umzäunt. Ein toller großer Blumengarten weiter oben für die Eltern und ein Pflanzenlabyrinth unten, sowie Wasserspiele mit Springbrunnen und Wasserkaskaden für die Kinder. Nicht vergessen: auch das kleine Städtchen ist durchaus sehenswert – auch wenn schon alle am Ende ihrer Laufbereitschaft sind.

Beliebte Reisetour, wenn man in Edinburgh wohnt: Es fährt ein Zug entlang der östlichen Küstenlinie mit atemraubenden Ausblicken bis nach Alnwick. Das soll sehr schön sein.

Blick-auf-Alnwick-Castle-Northumberland

Bild: Blick auf Alnwick Castle – ein großartiges Schloss, das auch heute noch teilweise bewohnt ist. 

Tipp: In dem Baumhaus gibt es ein Restaurant – welches Kind kann schon von sich behaupten Pommes im Baum gegessen zu haben.

Berwick-upon-Tweed-Wallanlage-Northumberland-Borders

Bild: Berwick Wallanalge, die um die ganze Stadt herumführt. Perfekt für einen ausgedehnten Spaziergang mit tollen Blicken aufs Meer oder Teile der Stadt.

Besichtigung von Berwick City und Berwick Castle (Stadtmauer)

Tag 4 Montag: Im Meer baden, Besichtigung von Berwick City und entlanglaufen auf den Mauern der Befestigungsanlage / Stadtmauer
Ein Video, indem die Stadtmauer und auch die Stadt Berwick gezeigt wird findet ihr hier: Kurze und informativer Videos zum Schottland-Northumberland Urlaub

Floors Castle & Dreyburgh Abbey: Reisebericht & Bilder

Tag 5 Dienstag: Tour1 Berwick-upon-Tweed über Kelso und Besuch von Floors Castle zur Dreyburgh Abbey bei St. Boswells über den Blickpunkt Scotts View wieder zurück nach Berwick. Alles sehr eindrucksvoll.

Floors Castle: Man kann sich die aktuellen Familienfotos der jetzigen Bewohner bei der Schlossbesichtigung anschauen. Es lohnt sich.

Das ist eine Tour für einen Ganz-Tagesausflug. Alleine für Floors Castle sollte man schon 3 Stunden einplanen. Denn hier macht es auch Spaß, durch die Landgüter zu wandern, die zum Schloss gehören.

Bei schönem Wetter kann man auf dem akkurat geschnittenen englischen Rasen Picknicken. Eine imprägnierte Picknickdecke kann im schottischen Sommer ganz nützlich sein.

Dreyburgh Abbey ist eine sehr gut erhaltene Ruine. Man kann sich gut vorstellen, wie groß und wichtig dieses Kloster einmal war und welche Arbeitsleistung und Professionalität darin steckte.

Scotts View: Man erahnt, wieso er hier besonders gut nachdenken konnte. Als man ihn zu Grabe trug, machte der Trauerzug hier halt.

Floors-Castle-Schottisches-Grenzland

Bild: Floors Castle Rückseite, ganz viel Grün. Das Schloss ist das größte bewohnte Castle in ganz Schottland.

Bild: Die Klosterruine Dreyburgh Abbey ist imposant – noch viel mehr wenn man darin steht. Es ist wohl die größte Klosterruine in ganz Schottland. Walter Scott liegt hier begraben. 

Ausblickspunkt-Scotts-View-Boders-bei-Melrose im Schottland Reisebericht

Bild: Zu Scotts View muss man kleine steile Sträßchen fahren. Die Belohnung ist ein atemberaubender Ausblick. In der Nähe von Melrose.

Spittal-Berwick-Northumberland-Steilufer-Kueste-Spaziergang-Wanderung

Bild: Spazieren gehen am Steilufer, direkt vor der Haustür. Es war kein Auto nötig, um diese herrliche kleine Wanderung zu begehen. Da oben windet es ganz schön, das sollte man auch bei schönstem Wetter bedenken.

Küstenspaziergang & Einkaufen von Lebensmittel in Berwick bei Tesco

Tag 6 Mittwoch:  Entlangspazieren am Küstenweg an der Steilküste bei Spittal – Schöne Ausblicke

Marks & Spencer ist auf Dauer ein wenig teuer, aber gut für Besonderheiten. Der große Lebensmitteldiscounter liegt auf dem Weg von Spittal nach Berwick. Man fühlt sich lang nicht so beengt wie in deutschen Pendants. Viele Produkte werden als „Kaufe 3 und zahle 2“ angeboten. Milch gibt es in vielen Varianten und in kleinen aber auch in 4-Liter Kanistern. Und natürlich ist auch die Teeauswahl ganz grossartig. Auf „teebox-kontor.de“ findet ihr auch Beiträge wie ihr einen Teebox mit englischem Tee bestücken könnt und viele britische Teemarken sind hier auch vertreten.

Edinburgh – Eine Stadt mit Charakter und fantastischen Blickpunkten

Tag 7 Donnerstag: Keine Reisebeschreibung von Südschottland ist ohne das faszinierende Edinburgh vollständig. Eine schöne und historisch bedeutsame, aber auch moderne Stadt. Sie lädt den Besucher nicht nur zum Shopping und Sightseeing, sondern auch zum Relaxen ein, wenn man denn möchte.

Anreise von Berwick nach Edinburgh und Park and Ride.

Es sei dringend empfohlen, nicht mit dem Auto in die Stadtmitte von Edinburgh reinzufahren, so haben wir mehrfach gelesen. Als wir dort waren, waren auch wenige Privatfahrzeuge zu sehen. Der Verkehr bestand hauptsächlich aus Bussen, Taxen und lokale Dienstleistungsfahrzeuge – das wird wohl seinen Grund haben: Im Tagesverlauf wechseln sogar Einbahnstraßen die Richtung, wie man das auch von der Sierichstraße in Hamburg kennt, Parkplatzprobleme oder diverse Vorfahrtsregelungen für den öffentlichen Nahverkehr tun ihr übriges.

Daher sind wir dem Rat gefolgt und haben das Park and Ride System genutzt. Von Berwick verläuft die A1 direkt nach Edinburgh mit fantastischen Blicken aufs Meer und felsige Küstenstreifen auf der einen Seite und hohe Berg- und Hügellandschaften, die in der Sonne glänzen, auf der anderen Seite der Strecke. Alleine die Fahrt lohnt sich also schon.

Wir haben uns den nord-östlichen Park and Ride Platz Newcraighall ausgesucht. Der Parkplatz hat eine eigene Abfahrt von der A1. Der Zug fährt alle 30 Minuten und ist 11 Minuten später am Bahnhof Waverley Station mitten in der City. Die Parkgebühr ist mit 50 pence durchaus überschaubar. Für den Zug bezahlt man ein paar Pfund. Alles in allem würde man auch in Deutschland für ein zentral gelegenes Parkhaus für einen ganzen Tag genauso viel Parkgebühren zahlen.

edinburgh-newcraighall_park_and_ride

Stadtbummel entlang der Princes Street

Der Bahnhof liegt direkt am östlichen Ende der Princes Street – Der Haupteinkaufsmeile. Man findet hier große Geschäfte, die fast alle bekannten internationalen Marken führen und eine Vielzahl von Geschäften, die „Scottsman“, „Scottisch Gifts“ oder ähnlich heißen. Diese Läden lassen keine Wünsche offen, wenn man ein Mitbringsel sucht, das weltweit für Schottland steht. Souvenirshop trifft es nicht ganz, dafür sind sie dann doch zu gut. Die Walker Kekse sind auch bei uns bekannt und schmecken wirklich hervorragend. Whiskey in kleinen und großen Flaschen oder als Probierset. Harris Tweed Sakkos – etwas rauh, dafür authentisch.

Nur zur Anmerkung: schottische Sakkos müssen nicht kratzen

und es muss auch nicht Harris Tweed draufstehen: Es gibt genügend ganz hervorragende Sakkos mit angenehm weichen Stoffen und in weitaus mehr Karomustervariationen als dies der erste Blick in der Princes Street suggeriert. Ich habe mir ein Sakko in Peebles gekauft bei einem sehr netten Herrenausstatter.

Edinburgh-Castle-Schottland-Sehenswuerdigkeiten

Bild: Edinburgh Castle – so blickt man auf die Burg von der Stadt aus.

Edinburgh-Blick-von-Edinburgh-Castle-Schottland-Sehenswuerdigkeiten

Bild: so Blickt man von Edinburgh Castle auf die Stadt hinunter.

Edinburgh-Galerien-Hochbusse-Parks-Sehenswuerdigkeiten

Bild: Doppeldeckerbusse und Galerien in alten Gebäuden.

Edinburgh-Scotsman-Schottland-Urlaub

Bild: In Edinburgh – Scotsman

Weiter auf der Princes Street

Aus Berlin, Hamburg oder Paris kennt man große Touristenläden, nur nicht so geballt und optisch längst nicht so gut aufgemacht. Das heißt, diese Touristenläden bieten auch gute Produkte an, tolle Schals und Decken. Im ersten Moment ist man ganz überwältigt von dem schön gezeigtem Angebot. Man stellt später fest, dass diese Läden sehr gleichartige Waren anbieten. Die Preise sind gleichfalls sehr homogen. Ein auf Masse ausgelegtes Angebot, das man aber erst auf den 2. Blick richtig einordnen kann. Auf die Schnelle ist das O.K. – Viele der Produkte erhält man in Deutschland nun mal nicht, wie beispielsweise auch die beeindruckenden XXL- Walkers Shortbread-Packungen. Wer originellere schottische Produkte kaufen möchte, der sollte in die Seitenstraßen gehen. Dort gibt es viele kleine individuelle Läden.

Edinburgh hat immerhin 500.000 Einwohner. Es gibt daher noch viel mehr als die Princes Street und die Royal Mile, die vom Edinburgh Castle im Westen wieder nach Osten führt.

Die Princes Street in Edinburgh ist eine Sehenswürdigkeit

Die Princes Street ist dennoch sehenswert, die alten Gebäude haben ihren eigenen Charme. Das besondere an Edinburgh ist, dass die Einkaufsmeile nur auf einer Seite mit den großen alten Häusern bebaut ist, die andere Seite ist an dem sehr langen und tiefer gelegten Park gelegen: Den West Princes Street Gardens und den East Princes Street Gardens. Hinter den Gärten bei der North Bridge liegt der halb unterirdisch gebaute Hauptbahnhof Waverley Station. Von den Zügen bekommt man daher nichts mit, wenn man durch die Straßen flaniert oder durch den Park schlendert. Es ist eine Großstadt mit viel Getümmel und einer hohen Lebendigkeit, aber verhältnismäßig leise. Immer wieder erhascht man Blicke auf Hügel in der Ferne und auch in der Nähe.

Tipp: Kaffee trinken mit Stil und Blick in Edinburgh 

Einen leckeren Kaffee kann man in der großen Buchhandlung Watersones einnehmen. Der Blick vom 2. Stock auf die Altstadt ist großartig, der Kuchen & die kleinen Törtchen schmecken ganz hervorragend. Das Ambiente ist sehr angenehm. Man spürt, dass man von Büchern umgeben ist.

https://www.waterstones.com/bookshops/edinburgh-west-end

Von der Princes Street aus hat man einen beeindruckenden Blick auf Edinburgh Castle oder auf das Scott Monument und viele Prachtbauten. Die mächtige Burg thront über der Stadt auf einem Felsen. Sie ist wirklich beeindruckend.  Wenn man die Princes Street abgelaufen hat, dann bietet es sich an, ein wenig im Park zu verweilen und dann über die „The Mound“ Brücke in Richtung Burg zu laufen. Der Weg ist steil, aber nicht allzu lang.

Man kann Edinburgh auch anders erkunden, aber unser Tagesausflug war:

  1. Ankunft am Bahnhof Waverley Station
  2. Entlangschlendern der Princes Street, Kaffee trinken
  3. Im Park ausruhen & die Kinder ins Pferde-Karussell setzen
  4. Über die Brücke „The Mound“ zum Schloss laufen
  5. Über die schmale Castle Hill zum Edinburgh Castle
  6. Im Schloss die schottischen Kronjuwelen und vieles andere ansehen
  7. Dann den Lawnmarket und die Royal Mile, das ist die High Street durch die Altstadt zurückschlendern zum Bahnhof

Gerne hätten wir noch viel mehr gesehen, aber das war zeitlich leider nicht mehr zu machen.

Ein Sandwich in der Altstadt

Wunderbar war der Abschluss in der Altstadt um die Royal Mile herum. In einem netten Kaffee haben wir ein tolles und reichhaltiges Sandwich gegessen. Es ist eben eine Altstadt in einer hügeligen Landschaft. Daher bot sich uns die Gelegenheit, unser Sandwich mit Blick auf eine romantische, nach unten verlaufende Gasse einzunehmen. Es war schönes Wetter, sollte man wohl noch anmerken. Doch sicher bietet diese Stadt auch bei Regen eine tolle Stimmung. Edinburgh Castle ist im Sommer sehr gut besucht. Es war zudem kurz vor den Highland-Games, die im ganzen Land, so auch in Edinburgh stattfinden. Auch die verschiedenen Festivals wie das Military Tatto, Fringe oder das Edinburgh International Festival ziehen viele Besucher an.

Im Herbst hat man vielleicht mehr von der Stadt Edinburgh – das ist zumindest eine Überlegung wert. Die Stadt lohnt sich aus meiner Sicht auf jeden Fall für eine Städtereise. Die ganzen Galerien und teilweise kostenlosen Museen sind bei einem nächsten Besuch dran. Drei Tage wären vermutlich optimal gewesen, wenn man auch auf den Calton Hill steigen möchte und vieles mehr. Während man auf den Straßen entlang spaziert, sollte man unbedingt immer mal wieder den Blick zu den ringsherum verlaufenden Hügeln schweifen lassen: Es lohnt sich.

Geschichtliches zu Edinburgh

Edinburghs Geschichte beginnt wohl schon im 7. Jhd. Um 1125 erhielt Edinburgh das Stadtrecht. Die Stadt musste nach einer Feuersbrunst 1530 in großen Teilen neu aufgebaut werden. Über die Geschichte Edinburghs lassen sich ganze Bücher schreiben. Das, was in den guten Reiseführern steht, sollte aber den meisten Lesern schon genügen. Ich nehme hier nur auf das Bezug, was meiner Ansicht nach das Stadtbild geprägt hat.

Die Altstadt ist südlich des Parks und auch östlich des Schlosses zu finden. Die „Neustadt“ nördlich des Parks. Wobei die „New Town“ nicht ganz so neu ist. Weil die Altstadt zwischen Burg und Holyrood Palace die Menschenmassen nicht mehr beherbergen konnte, wurde die New Town ab 1767 gebaut.

Der nördliche Anfang ist die Princes Street – Der georgianische Baustil ist auch heute noch beeindruckend. Das von schönen Parks durchzogene Stadtviertel ist vornehmlich in einer rechtwinkligen Straßenführung ausgeführt mit. Im Osten des Stadtzentrums erhebt sich der Calton Hill. Weil die Stadt heute nun viel größer ist, hat Edinburgh tatsächlich einen Berg mitten im Stadtgebiet. Grandios.

Eyemouth-Wellenbrandung-Promenade-Schottland

Bild: Eyemouth an der Promenade: Es war ein windstiller Tag. Die Brandung muss bei Sturm atemberaubend sein, so erzählen es die Einheimischen.

Eyemouth-Schottland-Strand-Felsen-Kuestenlinie-zum-wandern

Bild: Eyemouth Strand und felsige Steilküste. Dort kann man gut hochlaufen und dort oben ein wenig wandern. Grossartige Ausblicke.

Badetag und Abendessen in Eyemouth

Tag 8 Freitag: Eyemouth liegt 15 min nördlich von Berwick. Eyemouth hat seine schönen Ecken wie den heute noch funktionierenden Fischereihafen und die felsigen Steilküsten. Wanderer werden hier sehr zufrieden sein. Ansonsten ist es als Ferienort sehr einfach.

Tipp: Laut unserer einheimischen Nachbarn muss dort die Brandung im Herbst und Winter absolut fantastisch sein. So dass man auf der Promenade zuschaut und richtig nass wird, wenn die Wellen mit ungeheurer Wucht gegen die Mauer schlagen.
Wir haben auch 3 Seehunde im Hafenbecken gesehen. Man kann auch Fische zum füttern der Seehunde kaufen. Beides ist für Kinder ein tolles Erlebnis.

Farne Islands, Vogelinseln: Kleine Tour 3, Reisebericht & Bilder.

Tag 9 Samstag: Farne Islands, die Vogelinseln, sind ganz dicht an Berwick. In Seehouses bei Bamburgh Castle steigt man ins Boot um zu den Vogelinseln raus zufahren. Echte Eindrücke wie aus einer Tierdokumentation: Vögel und Vogelnester an den steilen Felshängen und Robben im Wasser und auf den flachen Felsen faulenzend – Beeindruckende Bilder für Großstädter.

Glücklicherweise war es ein sonniger Tag, auf dem Schiff und später auf der Leuchtturminsel hat es ziemlich gewindet. Man kennt das zwar vom Meer, doch bei Sonnenschein unterschätzt man die frische Brise regelmäßig. Nicht umsonst gibt es in dem Städtchen Outdoor-Ausrüstung zu kaufen.

Der Bootsausflug war definitiv beeindruckend. Wir sind in das Boot „SERENITY“ gestiegen. Ein Katamaran-Ausflugsboot. Somit hielt sich das Geschaukel in Grenzen. Bei Kindern ist gerne mal so, dass sie über wildes Geschaukel im Boot zu Anfangs ganz begeistert sind – dauert es aber länger an, so stellt man eine leichte Grünfärbung der Gesichter fest und die Laune nimmt im Sekundentakt ab. Die Farne Islands sind eine deutliche Reiseempfehlung.

Wir haben auch Taucher in Mitten von Robben gesehen  – das muss wohl Spaß machen.

Bild: Seahouses, der Hafen bei Ebbe – am Ende des Kais weiter hin zum Meer legen die Schiffen zu den Vogelinseln ab. Farne Islands scheint auch ein Taucherparadies zu sein.

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Farne-Islands-Robben-Bootstour-Seahouses-Northumberland

Schottische Highland Games in Bridge of Allen & Stirling Castle

Tag 10 Sonntag: Tour 4: Die Highland Games in Bridge of Allen bei Stirling geben einen guten Einblick in diese Feste und Wettkämpfe, die überall in Schottland ausgetragen werden.

Highland Games im Regen

Es regnete an diesem Tag ohne Unterlass. Aber man sieht, dass man das dort auch bei Wettkämpfen gewohnt ist. Alle blieben gut gelaunt und jeder hatte die passende Outdoor-Bekleidung an. Es gibt sehr günstig Regenponchos zu kaufen, wenn man denn möchte. Geparkt wurde auf einem Acker, der Regen sorgte dafür, dass kleine Wohnmobile und Autos mit schlechter Bereifung vom Traktor durch diverse Stellen gezogen werden mussten. Für die Kinder ein Fest.

Ringer, Radfahrer und Dudelsackpfeifer bei den Highland Games

Die Highland Games selbst werden ganz entspannt ausgerichtet, obwohl es eine Großveranstaltung ist. Die Siegerehrungen sind unprätentiös, alles freundschaftlich.

Ringen auf nassem Rasen

Mir hat das Ringen am besten gefallen. Auch die Frauen machen dabei mit. Die Beste hat ein ganze Reihe großer Kerle in den Matsch geworfen.

Man umfasst sich gegenseitig mit den Händen am Rücken des Gegners und verloren hat wer zuerst mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt oder den Griff auflöst.

Dudelsackspieler pfeifen gegeneinander an  (Pipe Band Competition)

Der Aufmarsch, der vielen Dudelsackpfeifer Kapellen ist sehr beeindruckend für Auge und Ohren. Man merkt, dass die Teilnehmer Spaß daran haben. Die Busse durften übrigens eine asphaltierte Straße fahren. Das ist wohl auch ganz sinnvoll. Die vielen Dudelsackkapellen, die Wettkampfregeln für Musik und Stäbewirbeln, sowie die komplizierte Kleiderordnung, das ist eine Wissenschaft für Kenner.

Radrennen im Matsch mit Rennradreifen

Radrennen im verschlammten Rasen, das hat auch schon was. Viele der Sportler ruhen sich unter den Zuschauern bei ihren Familien aus. Alle sind dabei und machen mit. Ein bisschen Volksfest, gepaart mit Sport. Hinter dem Sportfeld sind die Schausteller mit all ihren Autoskootern und Berg-und-Tal-Bahnen. Die Highland-Games sind in Bridge of Allen ein­­ Rundum-Familienevent.

Für jeden der einen Schottland Reisebericht schreiben möchte, runden die Highland-Games den Bericht ab. Wir hatten Glück, dass die Spiele statt fanden und dann auch noch im typischen Nieselregen. Ja – das war authentisch.

Stirling Castle eine Sehenswürdigkeit

Die anschliessender Besichtigung von Stirling Castle war danach ein Highlight und erheblich trockener. Eine sehr schöne Burg und lang nicht so überlaufen wie Edinburgh Castle.

Die Burg ist großzügig gehalten in ihrem Inneren. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Küche, in der die Köche und Helfer plastisch nachgebildet wurden. Die Kinder machen garantiert große Augen. Das Schweinskopf auf dem Teller regt zu lustigen Gesprächen an. Doch auch der Wissensdurst wird durch die konkrete Darstellung sehr gefördert.

Bild: Stirling Castle von außen

Sterling-Castle-Kueche-Figuren-Nachbildungen-Schottlandurlaub

Bild: Küche von Stirling Castle – es sind noch viel mehr Figuren bei ihrer täglichen Arbeit zu sehen.

Bade und Ausruhtag im Schottland Urlaub

Tag 11 Montag: Unsere Ferienwohnung in Spittal war so gemütlich, dass man gerne einen Ausruhtag eingelegt hat. Die Kinder hat es natürlich auch gefreut. 4 Mal Baden gehen mit anschliessendem Aufwärmen und spielen. Ein paar Leckereien hier und da. Perfekt – die nächste Tour kann mit neuer Kraft begonnen werden.

Melrose Abbey, Peebles und die Moorfoot Hills

Tag 12 Dienstag: Große Tour 5 Reisebericht & Bilder von Berwick-upon-Tweed über Kelso nach Melrose mit Besichtigung der Melrose Abbey und weiter nach Peebles – ein bezauberndes Städtchen. Eine sehr beeindruckende Rückreise über die Moorfoot Hills in über 2000m Höhe und zurück über Slow – Lauder – Coldstream nach Berwick. Etwas anstrengend, aber es lohnte sich.

Moorfoot Hills Einsames Haus im Hügelland

Bild: Moorfoot Hills – ein einsames Haus – man muss schon ein Stück Autofahren bis das nächste Haus auftaucht.

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Bild: Moorfoot Hills Blick ins Land – Ein sagenhafte Weite und ungemein spannend

Geheimtipp: Graham McGrath, Herrenausstatter

Graham McGrath , 27-29 Eastgate, Peebles EH45 8AB www.grahammcgraths.co.uk/ Die großartigen schottischen Sakkos sind auf der Homepage leider nur marginal dargestellt. Vor Ort ist das Angebot deutlich größer.

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Bild: Melrose Stadtkern – richtig nettes Städtchen – ein Besuch lohnt sich allemal.

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Bild: Melrose – Abbey mit Hügelland – Fantastische Scottish Borders

Peebles-Stadkern-scottish-borders

Bild: Peebles – Stadtkern. Ein quirliges kleines Städtchen mit 8000 Einwohnern. Gut geeignet als Ausgangspunkt zum Wandern oder für spannende Fahrten ins Umland.

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Bild: Flussmündung des Tweed bei Berwick und Spittal. Steine hüpfen lassen oder einfach nur ins Wasser schmeissen – das macht Spaß.

Strand, Spielplatz & Tweedmündung in Berwick

Tag 13 Mittwoch: Strandspaziergang in Spittal am Meer entlang bei Ebbe. Man kann auf diesem Weg in Richtung Berwick laufen und landet nach 1000 Metern an der Flußmündung des Tweed. Das ist ein schönes Steinufer mit unendlichen vielen flachen Steinen, die man übers Wasser hüpfen lassen kann. Ein großartiger Spaß für Groß und Klein.

Der Spielplatz an der Promenade bei Spittal ist gut besucht, insbesondere weil auch ein Wasserspielplatz dabei ist. Für die ganz kleinen, denen das Meer noch zu wild vorkommt, oder wenn die Eltern mal gerade nicht am Strand ausharren wollen, ist die Wasserspielwiese ein Segen.

Abendessen in Berwick: Fish & Chips können richtig gut schmecken.

Tag 14 Donnerstag: Bade und Putztag. Koffer packen und dann Abendessen in Berwick. Wenn man ein bisschen mehr Geld ausgibt, dann schmecken auch Fish & Chips hervorragend. Diese Anmerkung wollte ich unbedingt noch machen, da die Fish & Chips in einigen Pubs nicht ganz so toll sind.

Bevor man also kulinarisch enttäuscht wieder abreist: Fish & Chips können sehr wohl schmecken, wenn man 20 bis 30% mehr für das Essen ausgibt, dafür aber 80% mehr Leistung erhält. Andere Urlauber machen vielleicht andere Erfahrungen, aber das sind unsere Erfahrungen mit dem Essen gehen.

TIPP: Essen gehen in Berwick: Queens Head Hotel: 6 Sandgate, Berwick-upon-Tweed TD15 1EP

Hier schmeckt es ausgezeichnet. Die Begrüßung ist sehr persönlich. Es gibt einen kleinen Vorraum, indem man erst einmal ein Getränk zu sich nimmt, bis man dann an seinen Platz geführt wird.

Die Essensauswahl wird persönlich vorgetragen – Fish & Chips einmal in höchster Qualität essen zu dürfen, das hat schon was. Es gibt aber auch andere sehr gute Speisen. Ich hatte mich für Fish & Chips entschieden, weil ich mir einfach dachte: Dieses Gericht ist so bekannt und allgegenwärtig, das muss doch irgendwo richtig lecker sein. Und hier war das so.

Abreise von Berwick-upon-Tweed morgens um 3 Uhr

Tag 15 Freitag: Abreise morgens um 3 Uhr von Berwick damit man noch den Flieger nach Berlin um 13h30 bekommt. Perfektes Timing – kein Stress, aber auch den ganzen Zeitpuffer aufgebraucht.

Die Ankunft in Berlin war etwas warm. Wir sind bei 20° bewölkt abgeflogen und kamen bei 36° mit intensivstem Sonnenschein in Berlin Schönefeld an.

Weil im Koffer kein Platz mehr war stieg ich also mit Shirt, Hemd, Fellkaputzenpulli und dickem Schurwoll-Sakko aus dem Flugzeug aus. Ab in die berliner Sommerhitze bei noch auslaufendem Turbinen. Ein Traum.

Man sollte es kaum glauben, aber die 50 Meter zum Flughafenterminal isolierte die dicke Kleidung noch vor der Hitze, dann wurde es langsam unangenehm.

Irgendwann waren die Koffer dann da. Wir kamen an der S-Bahn an. Am Schild stand 20 Minuten Verspätung – 10 Minuten später stand dort: Diese Bahn fällt leider aus.

Da kommt Freude auf. Mit ein paar Umwegen und 2 Stunden später war man dann im schönen Pankow – wieder zu Hause. Welch eine Wohltat, an diesem Tag haben wir keinen Finger mehr gerührt.

Fazit: Schottland und Northumberland Urlaub – Absolut empfehlenswert

Es gibt in den Borders, der Grenzregion Schottland – Northumberland so viel anzuschauen, dass die Kinder für die etwas langen Autofahrten immer wieder mit kleinen Abenteuern belohnt werden. Man kommt vielleicht nicht so weit wie ursprünglich gedacht, dennoch sieht man viel mehr als geplant. An einem Tag mal eben von den südlichen Lowlands, oder den Borders bei Berwick mitten in die Highlands nach Inverness und wieder zurück – das wird nichts. Ob nun mit oder ohne Kinder im Auto.

Nördlich von Perth gibt es so gut wie keine Autobahnen mehr, ausser einem kleineren Straßenstück an der Ostküste bis Aberdeen.

Abgesehen von Edinburgh nach Glasgow gibt es keinerlei Autobahnen in Ost-West-Richtung. Aber man soll auch die Landschaft betrachten. Die allgegenwärtige Hügellandschaft ist Belohnung genug.

Wenn man sich darauf einstellt, dass man eben kleinere Strecken fährt, die aber ganz großartige Blicke bieten und sich viele Sehenswürdigkeiten quasi am Straßenrand aufsammeln lassen, dann hat man viel Spaß und verfasst vielleicht am Ende sogar eine Schottland Reisebericht oder eine kleine Bildershow für die Verwandtschaft.

Wow! Ihr habt es bis hierher geschafft. Das ist ja großartig. Wenn ihr wollt könnt ihr noch gerne einen Kommentar zu Seite oder auch einen Link auf eine tolle Schottland – England Urlaubsseite unterbringen. Die anderen Leser & ich würden sich freuen.